Artikelliste nach Lieferanten Haller, Fritz & Schärer, Paul jr.

Im Jahre 1960, als Paul Schärer jr. in das Unternehmen seines Grossvaters und Vaters eintrat, richtete sich das Unternehmen USM U. Schärer Söhne,mit dem kompletten Neubau der Fabrik zu einem designorientierten Industrieunternehmen neu aus.Der Architekturauftrag für das moderne Fabrik- und Bürogebäude ging an Fritz Haller, damals Architekt in Solothurn.


Das funktionale Stahlbausystem-Gebäude, das so konzipiert war, dass es zu einem späteren Zeitpunkt beliebig erweitert werden konnte (bis in die 2010er Jahre insgesamt sieben Mal erweitert), wurde in der Folge als Stahlbausystem USM Haller vermarktet und diente schliesslich zum Vorbild für das USM Haller Möbelbausystem. Paul Schärer entwickelte das Möbelsystem gemeinsam mit Fritz Haller ab 1963 zunächst für den Eigengebrauch als funktionale und erweiterbare bzw. veränderbare Inneneinrichtung für das 1965 eingeweihte firmeneigene Verwaltungsgebäude in Münsingen, den sogenannten Büropavillon. Nach der Ausstattung der Rothschild Bank mit 600 Arbeitsplätzen in Paris mit USM Haller Möbeln ging die Produktlinie 1969 für den Gross- und Einzelhandel in Serie. Die ersten Grossaufträge gingen nach Deutschland: Die Bayerische Rückversicherung in München (seit 2001 Swiss Re) und Bahlsen in Hannover statteten ihre Büroräume mit USM Haller aus. Seither stellt USM Haller das Hauptgeschäft des Unternehmens dar. Das Unternehmenslogo wurde in den 1960er Jahren von dem Schweizer Grafiker Alfred Hablützel für die Werbeagentur Jacquet kreiert.


1989 wurde neben der Produktlinie USM Haller das Präsentationssystem USM Display und 1990 das Tischbausystem USM Kitos lanciert. 1990 wurde Paul Schärer Mehrheitsaktionär des Unternehmens. Die ab den 1920er Jahren begonnene Herstellung von Fensterbeschlägen wurde 1992 aufgegeben. 1996 kam das Innenorganisationssystem USM Inos auf den Markt. 1998 eröffnete das Unternehmen unter dem Namen by USM seinen weltweit ersten Showroom in Hamburg. Seither wurden weitere Showrooms in Bern, Berlin, Düsseldorf, München, New York, Paris und Tokio eingeweiht. 1999 wurde die Arbeitsstation USM eleven22 präsentiert.


Ebenso wie die hoch-flexibel erweiter- und umbaubaren Stahlrohrmöbel entwarf Fritz Haller auch drei Gebäude-Baukästen für drei Gebäudeklassen, gefertigt von Ulrich Schärer CH-Münsingen (USM): USM-Haller-Mini (Wohnbauten, Büros usw.), USM-Haller-Midi (hochinstallierte Gebäude) und USM-Haller-Maxi (Industriebauten). Mit den Baukästen arbeiteten auch andere Architekten. Wettbewerbsentwurf einer wirklich gläsernen, hochinstallierten Baukasten-Werkanlage nach den austauschbaren Prinzipien von Armilla für die Firma Braun in Melsungen (1986).

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